Drei unangenehme Themen: Cortison, Hämorrhoiden und Abführmittel.

Cortison und ihre Wirkung(en)

Cortisol Struktur

Struktur von Cortisol (Bild: Wikipedia)

Bei Cortison handelt es sich um einen der wichtigsten Wirkstoffe für die Behandlung von allergischen Erkrankungen und schweren Hautkrankheiten. Aufgrund der Nebenwirkungen ist Cortison allerdings zugleich sehr umstritten und in vielen Fällen verschreibungspflichtig. Von einigen Herstellern wird jedoch eine rezeptfreie Cortisonsalbe angeboten, die auf Basis von dem verdünnten Hydrocortison ist. Im Vergleich zu herkömmlichen Salben und Cremes mit Cortison sind die Cortisonsalben ohne Rezept zwar wesentlich weniger wirksam, doch bei richtiger Anwendung auch wesentlich ungefährlicher.

Wichtig ist, dass Hydrocortison und Cortison überschießende Reaktionen von dem Immunsystem eindämmen und im Körper werden damit Entzündungen blockiert. In geringen Dosen ist Hydrocortison sehr gut verträglich und im Vergleich zu den stärkeren Cortison Medikamenten wird nicht langfristig in den Stoffwechsel- und Hormonkreislauf des Körpers eingegriffen.

Gerade in geringer Konzentration von maximal 0,5 Prozent ohne Rezept ist Hydrocortison ein schwach wirksamer Stoff, der allerdings bei leichten bis mittelschweren allergischen Reaktionen, Juckreiz, Insektenstichen, entzündeter Haut, Schuppenflechte, Neurodermitis und Ekzemen oftmals ausreicht. Rezeptfrei sind beispielsweise Ebenol als Salbe mit 0,5 oder 0,25 Prozent Hydrocortison. Bei Fenistil Hydrocort Creme oder Gel sind 0,25 Prozent Hydrocortison enthalten. Bei der Linola akut Salbe sind 0,5 oder 0,25 Prozent Hydrocortison enthalten und bei der Soventol HydroCort Salbe ebenfalls 0,5 oder 0,25 Prozent Hydrocortison.

Die rezeptfreie Cortisonsalbe

Vor der Behandlung mit Cortison schrecken viele Menschen zurück, denn sie befürchten, dass die Gesundheit damit geschädigt wird. Die Angst ist allerdings oft unbegründet, denn Cortison wirkt heilend und lindernd bei Hauterkrankungen und ist bei richtiger Anwendung fast nebenwirkungsfrei. Ist eine Cortisonsalbe rezeptfrei, dann eignet sie sich bestens für die Behandlung von allergischen und entzündlichen Hauterkrankungen mit mittleren oder leichten Symptomen.

Es kann sich dabei um Kontaktekzeme, allergische Hautirritationen, Sonnenbrand oder entzündete Mückenstiche handeln. Sie äußern sich durch Juckreiz, Schwellung, Erwärmung und Rötung. Eine Cortisonsalbe wird auf kleine Hautareale möglichst dünn aufgetragen. Durch die lokale Behandlung müssen starke Nebenwirkungen wie Osteoporose, die Ausbildung von dem Cushing-Syndrom und die Verdünnung der Haut nicht befürchtet werden. Diese Nebenwirkungen können dann drohen, wenn Cortison in Tablettenform eingenommen wird.

Wird die rezeptfreie Cortisonsalbe aufgetragen, dann dringt diese schnell in die Haut ein. Eine Übersicht an rezeptfreien Cortisonsalben mit dem Hydrocortison Wirkstoff gibt es auf www.rezeptfreies.com/cortisonsalbe. Dabei sammelt sich die Salbe dann in der Hornschicht und bildet ein Depot, woraus der Wirkstoff langsam in die tieferen Schichten der Haut abgegeben wird. Die Haut wird im Alter dünner und dann wird nicht mehr ausreichend Schutz bei der Hornschicht geliefert. Es kann dann die zu schnelle Aufnahme von dem Cortison ins Blut drohen und damit wird das Risiko von Folgeschäden erhöht. Das gleiche gilt übrigens auch für die Haut von kleinen Kindern.

Bei Kindern und Kleinkindern sollte eine Behandlung mit Cortison nur auf ärztlichen Rat erfolgen. Nicht zur Selbstbehandlung eignen sich bei Erwachsenen der Genitalbereich und die Augen. Eiternde und schmerzhafte Entzündungen oder Akne Vulgaris wird ebenfalls nicht mit Cortisonsalbe ohne Rezept behandelt, sondern es wird ein Arzt aufgesucht.

In der Apotheke gibt es rezeptfreie Cortisonsalben übrigens seit dem Jahr 2007. Dies gilt für Konzentrationen bis 0,25 Prozent bei Packungsgrößen von 50 Gramm und 0,25 bis 0,5 Prozent bei Packungsgrößen von 30 Gramm. Bei der Stillzeit und Schwangerschaft sind spezielle Empfehlungen von Apotheker oder Arzt wichtig.

Wichtige Informationen zu Hämorrhoiden

Bei Hämorrhoiden handelt es sich um kleine Wölbungen von der Schleimhaut am Enddarm. Ausmaß und Größe der Hämorrhoiden wird dabei in vier Stadien unterteilt. Wenn sich Hämorrhoiden in dem Analkanal bilden, dann äußern sich diese durch kleine Blutungen, Jucken und Brennen.

Experten schätzen, dass heute jede dritte erwachsene Person in Deutschland zumindest gelegentlich Hämorrhoidalleiden hat. Viele stellen sich die Frage, ob Hämorrhoidensalben auch etwas in dem fortgeschrittenen Stadium bringen. Die Hämorrhoidensalbe kann bei den ersten beiden Stadien noch wirkungsvoll genutzt werden, weil die Wölbungen hier noch relativ klein sind. Die Hämorrhoiden sind in dem Anfangsstadium noch nicht ertastbar oder sichtbar. Aufgrund der Vergrößerung können Hämorrhoiden in dem zweiten Stadium bei dem Stuhlgang austreten, doch von selbst ziehen sie sich dann wieder zurück.

In dem dritten Stadium lassen sich die Wölbungen noch in den Anus zurück schieben, was nicht mehr bei dem vierten Stadium funktioniert. Von Stadium zu Stadium steigern sich die Symptome und mit der Zeit ist der Stuhlgang schmerzhafter und unerträglicher. Die Hämorrhoidenmittel unterscheiden sich alle bezüglich der Anwendungsmöglichkeiten und Bestandteile. Die beliebtesten Mittel heut sind Zäpfchen und Salben, denn sie wirken bei Hämorrhoiden lokal.

Die Hämorrhoidensalbe

Hämorrhoiden Creme auf dem FingerAbgeraten wird von Arzneien, die Bufexamac enthalten, denn diese Salbe wirkt zwar entzündungshemmend und juckreizstillen, doch zum Teil können auch schwere allergische Reaktionen hervorgerufen werden. Die Salbe wurde aus diesem Grund im Jahr 2007 von dem Bundesinstitut für Medizinprodukte und Arzneimittel verboten. Während dieses Mittel in Deutschland nicht mehr verkauft und produziert wird, ist es in weiteren Ländern noch erhältlich.

Enthalten Arzneien Betäubungsmittel, dann gibt es diese zum Teil nur mit einem Rezept. Bei der Hämorrhoidensalbe ist beachtenswert, dass diese nicht Entzündungen abheilen lässt und nur den Schmerzreiz hemmt. Nachdem die Wirkung der Salbe bereits nach wenigen Stunden nachlässt, muss diese regelmäßig genutzt werden. Ohne Salbe dringt der Schmerz sonst rasch erneut hervor. Nachteilig ist ebenfalls, dass die Salbe nicht ohne Bedenken über einen langen Zeitraum genutzt werden kann, denn sie wirkt nur schmerzlindernd. Ähnlich verhält es sich auch bei der cortisonhaltigen Salbe.

Bei dem Anus kann die Anwendung über den längeren Zeitraum hier zur Verdünnung der Schleimhaut führen und damit kann der Anus noch anfälliger für die Reizungen werden. Diese Form der Hämorrhoidensalbe sollte besser nur in Absprache mit einem Arzt angewendet werden. Diese Mittel können nicht ohne Rezept gekauft werden. Zwar wirkt Cortison entzündungshemmend, doch bei dem Behandlungszeitraum werden die körpereigenen Abwehrkräfte unterdrückt und so kann sich der Körper nicht vor den Infektionen wie Bakterien, Viren oder Pilzen schützen. Gerade in dem ersten Stadium kann beispielsweise die Hametum Hämorrhoidensalbe langfristig und bedenkenlos genutzt werden.

Aus Teilen von der Pflanze Hamamelis setzt sich diese Salbe zusammen und hierbei handelt es sich um ein Zaubernussgewächs. Bei Hamamelis handelt es sich um den Extrakt von der Hamamelispflanze und dabei sind Gerbstoffe enthalten, die den Heilungsprozess unterstützen und zusammenziehend wirken. In der Apotheke gibt es die Hämorrhoidensalbe rezeptfrei und sie wirkt entzündungshemmend und juckreizlindernd. Auch hier gibt es auf der Webseite www.rezeptfreies.com/haemorrhoidensalbe wieder eine Übersicht mit rezeptfreien Hämorrhoidensalben. Zu beachten ist generell, dass eine Hämorrhoidensalbe wirkungslos ist, wenn Hämorrhoiden ab dem dritten Stadium vorhanden sind.

Das vierte und sogar dritte Stadium kann in der Regel nur noch mit Hilfe einer OP gelindert werden. Bereits bei den ersten Symptomen ist somit sehr sinnvoll, dass ein Arzt aufgesucht wird und man eingehend beraten wird.

Das Abführmittel

Leinsamen haben einen abführenden EffektBei vielen Menschen geht es los, sobald sie in dem Urlaub sind und schon streikt der Darm. Grund dafür ist, dass das Verdauungssystem einfach aus dem üblichen Trott geraten ist und es muss sich erst an neue Begebenheiten anpassen. Es ist dabei unterschiedlich, wie lange dies dauert. Grundsätzlich ist es bei allen Menschen unterschiedlich, wie oft sich ein Darm entleert. Die Verstopfung kann dabei nicht so einfach definiert werden. Dafür sprechen ein starkes Presse, klumpiger, harter Stuhl und das Gefühl, das sich der Darm nicht komplett entleert hat. Die chronische Verstopfung kann vorliegen, falls der Darm über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten Probleme bei der Stuhlentleerung hat. So lange Verstopfungen sollten im besten Fall immer von einem Arzt abgeklärt werden. Weitere wichtige Informationen zu Abführmitteln gibt es auch auf www.proktologie-stuttgart.info/abfuehrmittel.html.

Die Trägheit von dem Darm stört viele Menschen und falls das Verdauungssystem einige Tage nicht auf Trab kommt, dann wird es bereits unangenehm. Besonders auf Reisen ist es dann häufig sinnvoll, wenn man sich bewegt und ausreichend Wasser trinkt. Sehr wichtig ist auch, dass man ausreichend Gemüse und Obst isst. Gerne greifen viele Menschen auch mal zu dem Abführmittel. Weilder Gang zur örtlichen Apoheke aber für einige als unangenehm empfunden wird, kann man einige Abführmittel auch online ohne Rezept erhalten und findet eine Liste unter www.rezeptfreies.com/abfuehrmittel

Bevor diese Medikamente genutzt werden, sollte man sich allerdings ausreichend informieren. Ein Apotheker oder Arzt kann bei dem Abführmittel sehr hilfreich sein.

Ein Arzt sollte besonders dann aufgesucht werden, falls der Stuhlgang einen längeren Zeitraum ausbleibt oder wenn es weitere Beschwerden neben der Verstopfung gibt.

Die Wirkung von Abführmittel

Auf verschiedenen Wegen können Abführmittel die Verdauung in Gang bringen. Die Mittel wirken sehr schnell, wenn diese als Einlauf oder Zäpfchen über den After eingeführt werden. Eine Weile Geduld muss aufgebracht werden, wenn die Arznei in Form einer Lösung oder Tablette eingenommen wird. Bis ein abführender Effekt eintritt, kann es abhängig von dem Präparat bis zu 10 Stunden dauern.

In den letzten Abschnitt von dem Verdauungstrakt gelangen oft Substanzen wie Glyzerin oder Paraffin in Form von Klistier oder Zäpfchen. Auf der Darmwand wird dann ein gleitfähiger Film gebildet und damit wird bewirkt, dass sich der Inhalt des Darms entleert. Anders wirken hingegen Arzneistoffe wie Glaubersalz und Magnesiumsulfat, denn im Darminneren werden Wasser und Elektrolyte zurückgehalten und damit wird der Stuhlgang angeregt. Macrogol und Lactulose haben ähnliche Effekte, wobei hier nur Wasser gebunden wird und der Stuhl wird damit aufgeweicht. Eine Gruppe von pflanzlichen Abführmitteln greift direkt an der Darmwand an und dazu gehören beispielsweise Sennesblätter und Aloe.

Es sind darin Substanzen enthalten, die verhindern, dass Elektrolyte und Wasser von der Schleimhaut des Darms aufgenommen werden und deren Einstrom in das Innere des Darms wird gleichzeitig gefördert. Die Folge ist, dass sich im Verdauungstrakt vermehrt salzhaltiges Wasser sammelt, das die Entleerung des Darms beschleunigt. Chemische Wirkstoffe wie Natriumpicosulfat und Bisacodyl können die Efekte auf dem gleichen Weg entfalten. Die sogenannten Quellmittel verhalten sich anders. Der Name gibt bereits darüber Auskunft, dass sie in dem Darm aufquellen, indem Wasser gebunden wird.

Der Inhalt des Darms wird auf diese Weise vergrößert und zugleich wird der Stuhl quasi eingeweicht und er wird gleitfähiger. Bis der Wirkeffekt eintritt, kann allerdings oft 2 bis 3 Tage dauern. Die Inhaltsstoffe aus indischem Flohsamen oder Leinsamen wirken mild abführend. Wichtig ist, dass unbedingt ausreichend getrunken wird. Gibt es in dem Verdauungstrakt zu wenig Flüssigkeit, dann kann im schlimmsten Fall der Darmverschluss durch die Quellmittel erfolgen. Wer nur gewisse Flüssigkeitsmengen zu sich nehmen darf, weil er nieren- oder herzkrank ist, der sollte die Auswahl von dem Abführmittel besser mit einem Apotheker oder Arzt besprechen.

Die Nebenwirkungen und die Anwendung von Abführmittel

In der Regel ist Abführmittel gut verträglich, doch es können dennoch Nebenwirkungen hervorgerufen werden. In der Packungsbeilage der einzelnen Abführmittel gibt es darüber ausführliche Informationen. Beispielsweise können unter Umständen Blähungen entstehen und tritt die Wirkung von dem Medikament ein, so sind auch leichte Bauchkrämpfe möglich. Wichtig bei Abführmittel ist, dass dieses generell nur über einen kurzen Zeitraum angewendet wird.

Eine Ausnahme ist, wenn der Arzt ausdrücklich verordnet hat, dass das Abführmittel über einen längeren Zeitraum genommen wird. Halten die Verstopfungen länger an, dann ist sehr wichtig, dass die Ursache abgeklärt wird. Außerdem ist wichtig, dass der Darm wieder träge wird, falls Abführmittel zu häufig und zu lange Zeit verwendet wird. Halten Wirkstoffe Salz in dem Verdauungstrakt zurück, dann wird bei dem Körper der Elektrolythaushalt durcheinander gebracht. Dem Organismus fehlen bei einem dauerhaften Gebrauch Mineralstoffe wie Kalium und Natrium. Das Fehlen dieser Mineralstoffe kann ernsthafte Folgen mit sich ziehen und dazu gehören beispielsweise Herzrhythmusstörungen. Bei Abführmittel ist auch wichtig, dass es zu Wechselwirkungen kommen kann, wenn weitere Arzneimittel zur gleichen Zeit angewendet werden.

Informationen hierzu gibt es in der Packungsbeilage, bei dem Apotheker oder von dem Arzt. Bei der Anwendung ist wichtig, dass die Hinweise von der Packungsbeilage eingehalten werden. In den meisten Fällen genügt es, wenn ein Präparat nur einmal genutzt wird. Wer einen Einlauf oder ein Zäpfchen benutzt, der sollte sich besser in der Nähe einer Toilette aufhalten. Bei diesen Mitteln ist wichtig, dass sie sehr schnell wirken. Wer doch eher eine Lösung oder Tablette bevorzugt, der kann dies am Abend direkt von dem Schlafengehen konsumieren. Nachdem diese Mittel eine Wirkzeit von 6 bis 8 Stunden haben, tritt der Effekt dann am Morgen nach dem Aufstehen ein. Wer Floh- oder Leinsamen einnimmt, der sollte unbedingt ausreichend trinken. Mit einfachen Tricks kann übrigens einer Verstopfung vorgebeugt werden und somit ist wichtig, dass ausreichend Wasser getrunken wird, dass in den Alltag ausreichend Bewegung eingebaut wird und dass man sich Ballaststoffreich ernährt.

Joplin / April 26, 2015 / Arznei / 0 Comments